Mit "LebensLäufen" Leben retten
Auf die Plätze, fertig, los! So fiel am 7. September 1996 der Startschuss zum ersten LebensLauf der Welthungerhilfe. Seit 15 Jahren schwitzen nun schon kleine und große Teilnehmer für die gute Sache – rund 200 Mal im Jahr.
Sport und Spaß sind die treibenden Kräfte für einen LebensLauf. Der Fantasie der Teilnehmer bleibt überlassen, ob sie einen Lauf oder eine andere Sportaktion planen. Ganz gleich, wie und wo für den guten Zweck geschwitzt wird: Ist erst einmal der Lieblingssport gefunden, spenden Sponsoren für jeden gelaufenen Meter oder jedes geschossene Tor zugunsten der Welthungerhilfe.
Und weil es für eine gutes Sache ist, motivieren sich die Sportler ganz von selbst: "Je mehr ich schaffe, desto mehr spendet mein Sponsor!". Eine Sieger-Urkunde krönt am Ende jede Anstrengung. Diese ist nicht nur Zeugnis für die Bestleistung in nachhaltiger Hilfe, sondern steht auch für das sportliche Engagement, das vom Deutschen Leichtathletik-Verband unterstützt wird.
Premiere feierte die Aktion LebensLäufe 1996 anlässlich der Olympischen Spiele in Atlanta. 19 Schulen gingen damals in Deutschland gemeinsam mit ihren Paten an den Start und ebneten der Aktion den Weg. Unter dem Motto "Keep on rolling" lief es 1999 in Karlstadt richtig rund: Auf Inlineskates sammelten 1.600 Jugendliche Kilometergeld für Straßenkinder in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba. Aber auch andere Städte zeigten sich voller Tatendrang: Als Partnerstadt der Welthungerhilfe verwandelte Magdeburg seinen Stadtpark im Oktober 2007 zu einem Parcours der guten Taten. Über 1.000 Kinder liefen Runde um Runde, so weit die Füße trugen.
Stolze 780 Kilometer quer durch Europa schafften es Hunderte von Jugendlichen bei der Tour d´Europe 2009. "Aufs Rad für Ruanda" lautete zehn Tage lang die Devise für die Spendenflitzer. Trotz schwerer Beine: Der Applaus, die feierliche Zieleinfahrt und das gute Gefühl, Kindern in Ruanda eine Zukunftsperspektive zu ermöglichen, ließen die Bergetappen vergessen. Seit der ersten Tour durch Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg sind die Radfahrer jedes Jahr unterwegs.
Insgesamt machten im Rahmen von etwa 3.200 Laufveranstaltungen bisher rund 700.000 Teilnehmer dem Hunger Beine. Sieben Millionen Euro Spenden kamen dabei zusammen. Damit solche Aktionen zu Dauerläufen werden, sind alle Sportskanonen und Sponsoren herzlich eingeladen, auch im Jubiläumsjahr der Welthungerhilfe 2012 eigene Aktionen auf die Beine zu stellen. Also: Schnell anmelden und Sportschuhe schnüren!


