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50 Jahre nachhaltige Entwicklung.
Es ist möglich.

Im Katastrophenfall braucht es schnelle Hilfe und starke Partner

Pakistanischer Maurer © Kopp

Mit den Partnern des europäischen Verbundes Alliance2015 kann die Welthungerhilfe auch bei großen Katastrophen schnell und wirksam Hilfe leisten. Nach den schweren Überflutungen in Pakistan 2010 und 2011 läuft das größte gemeinsame Wiederaufbauprojekt des Landes.

Sturmfluten, Erdbeben, Dürreperioden: Naturkatastrophen werden immer heftiger und die Menschen haben unter den Nachwirkungen immer länger zu leiden. Allein das schwere Erdbeben in Haiti und die Flutkatastrophe in Pakistan stellten Hilfsorganisationen im  Jahr 2010 vor riesige Herausforderungen. Fast fünf Millionen Menschen kämpfen in Pakistan noch immer mit den Folgen – 220.000 von ihnen  leben in Lagern. Eine Million Häuser haben die Fluten weggerissen.

Professionelle und schnelle Hilfe kann in solchen Situationen Leben retten. Die Nothelfer der Welthungerhilfe konnten die Opfer der Flut in Pakistan frühzeitig erreichen. Vor Ort wurden sie von den Partnern der Alliance2015 tatkräftig unterstützt. Sieben europäische Hilfsorganisationen engagieren sich in diesem Verbund für gemeinsame Projekte, fünf der Partner sind in Pakistan aktiv. "Gerade bei Katastrophen können wir mit gebündelten Kräften und Erfahrungen schneller und breitenwirksamer helfen", berichtet Nathalie Demel, Länderreferentin der Welthungerhilfe für Pakistan.

Nach der jüngsten Flutkatastrophe im September 2011, die die südpakistanische Provinz Sindh völlig verwüstete, ging man die Nothilfe vor Ort entsprechend gemeinsam an. Die Welthungerhilfe lieferte 10.000 Zeltplanen, 5.000 Pakete mit Kanistern, Matten, Moskitonetzen und Kochgeschirr. Die Verteilung übernahmen die Alliance2015-Partner  mit ihren lokalen Mitarbeitern. Gerade in den östlichen Gebieten der Provinz Sindh brauchten die Menschen Hilfe. Dort hatte die Flut im letzten Jahr die Menschen verschont. Besondere Unterstützung benötigten aber auch die Familien, die bereits bei der großen Flutkatastrophe 2010 ihre gesamte Existenz verloren hatten.

In zahlreichen Ländern arbeitet die Welthungerhilfe mit Partnerorganisationen der Alliance2015 zusammen. Für Pakistan läuft vorerst ein fünfjähriges Wiederaufbauprogramm. Dabei soll die Situation vor der Flut nicht nur wiederhergestellt, sondern die Wassersituation insgesamt verbessert werden. Beim Bau von Unterkünften wird beispielsweise darauf geachtet, dass sie mittelschweren Fluten standhalten. Bereits ein zementiertes Fundament von 30 cm Höhe kann hier einen höheren Schutz bieten. Auch werden Brunnen tiefer als zuvor gebohrt und baulich vor Verschlammung gesichert. Auch schnelle Nothilfe und Wiederaufbau gehen so Hand in Hand mit nachhaltiger Entwicklung.

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