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50 Jahre nachhaltige Entwicklung.
Es ist möglich.

Starke Partner für Entwicklung: "Ohne sie wäre ich nicht so weit gekommen"

Vertreter der Sewalanka Foundation im Gespräch. © Grossmann

Die Arbeit der Welthungerhilfe lebt auch vom vertrauten Zusammenspiel mit Partnerorganisationen aus den Projektländern. Wir glauben, dass Hilfe zur Selbsthilfe nur dann wirklich möglich ist, wenn Menschen und Organisationen eingebunden werden, die die Bedingungen vor Ort gut kennen. Die Sewalanka Foundation in Sri Lanka beweist das jeden Tag.

Heinz Seidler ging 1996 für die Welthungerhilfe nach Sri Lanka. Damals wütete bereits seit über zehn Jahren ein blutiger Bürgerkrieg zwischen tamilischen Separatisten und dem srilankischen Militär. "Nach den langen Jahren des Krieges waren die Menschen stark verarmt, hatten keine Häuser, nichts zu essen und zu trinken", berichtet er. Hunderttausende Flüchtlinge zogen durchs Land. Die Welthungerhilfe entsandte Seidler, um ihnen zu helfen. 

Wie er an diese Aufgabe herangehen sollte, wusste Seidler anfangs nicht: "Drei Monate hatte ich Zeit, um eine Strategie zu entwickeln". Unerwartet fand er in der Sewalanka Foundation tatkräftige Unterstützung. Mit ihrer Hilfe erhielt Seidler die notwendigen Papiere, um in den tamilischen Norden einreisen und arbeiten zu dürfen. "Ohne Sewalanka Foundation wäre ich nicht so weit gekommen – ich kannte die Begebenheiten vor Ort ja nicht", berichtet er. Die gute Zusammenarbeit hat über das Ende des blutigen Bürgerkriegs hinaus angehalten – bis heute.

Gemeinsam  unterstützen sie jetzt rund 3.800 tamilische Familien bei der Rückkehr in die Distrikte Vavuniya, Mullaitivu, Kilinochchi und Jaffna im Norden Sri Lankas. Erst das Kriegsende 2009 ermöglichte den Flüchtlingen überhaupt ihre Heimkehr. Die meisten ihrer Heimatorte und -dörfer sind von einem Vierteljahrhundert Bürgerkrieg gezeichnet. Mutwillig zerstörte Brunnen müssen repariert, zerstörte Straßen, Gemeinschaftsgebäude, Bewässerungskanäle und kleine Wasserreservoirs wieder aufgebaut werden. 

1.100 Familien beteiligen sich an diesen Aufbauarbeiten und verdienen sich damit ihr Einkommen. Irgendwann wollen sie ihre Felder wieder bestellen oder ihr Kleingewerbe wieder aufnehmen. Doch das ist erst möglich, wenn grundlegende Dinge vorhanden sind: Wasser, Straßen, Unterkünfte. Dann werden sich die Menschen gemeinsam mit der Welthungerhilfe und der Sewalanka Foundation auch daran machen, über ihre Zukunft nachzudenken. 

Ohne die 15-jährige gemeinsame Erfahrung in der Region wären die Projekte der Sewalanka Foundation und der Welthungerhilfe nur halb so erfolgreich. Sie werden von Tamilen wie Singhalesen gleichermaßen respektiert – ein großer Pluspunkt für die Arbeit in dem zerrissenen und traumatisierten Land. Außerdem gehören sie zu den wenigen Hilfsorganisationen, die kontinuierlich vor Ort aktiv sind. Auf sie ist Verlass – das weiß auch die Bevölkerung! 

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