Zum Inhaltsbereich Zur Hauptnavigation

50 Jahre nachhaltige Entwicklung.
Es ist möglich.

Die Hungernden der Welt fest im Blick: Der Welthunger-Index

Teurer Gemüsestand: 5 Kilo Kartoffeln für 49,45 Euro? - Kampagne gegen überteuerte Lebensmittel. © Jungeblodt

Jeder weiß, dass in Afrika und Asien  viele Menschen hungern. Doch verlässliche Zahlen und Indikatoren fehlen häufig – ebenso wie ein Vergleich der Länder. Der Welthunger- Index (WHI) zeigt seit 2006  jedes Jahr, wo der Hunger am schlimmsten und der Handlungsbedarf am größten ist. Und das mit einem einzigen Blick auf die eigens entwickelte Karte.

Der Trend ist eindeutig: Südasien ist nach wie vor die Region mit den schlechtesten Hungerwerten, dicht gefolgt von Afrika südlich der Sahara. Dabei gab es in Asien durchaus Fortschritte bei der Hungerbekämpfung zwischen 1990 und 1996. Doch nach 1996 konnte die Situation trotz anhaltend hohen Wirtschaftswachstums nur wenig verbessert werden.

Ein Blick auf die Karte des WHI 2011 zeigt jedoch auch, dass alle Länder, in denen „gravierender“ Hunger herrscht, in Afrika liegen: die Demokratische Republik Kongo, Burundi, Eritrea und der Tschad. Besonders schlimm ist es im Kongo. Die Untersuchungen ergeben, dass dort sieben von zehn Menschen unterernährt sind. 
Aber der WHI zeigt auch positive Entwicklungen. So hat auch Afrika südlich der Sahara seit dem Jahr 2000 Fortschritte zu verbuchen: zunehmendes Wirtschaftswachstum, Erfolge im Kampf gegen HIV/Aids, das Ende vieler verheerender Bürgerkriege, und wachsende politische Stabilität in einigen ehemaligen Konfliktländern. 

Ghana ist ein besonders positives Beispiel: Das Land ist unter den Top Ten der Länder zu finden, die sich am deutlichsten verbessern konnten. Gestiegene Investitionen in die Landwirtschaft, die Entwicklung des ländlichen Raums und die Infrastruktur sind ebenso wie ein Ausbau des Bildungs- und Gesundheitssektor Hauptgründe für die gute Entwicklung. 

Doch der WHI hat mehr zu bieten als Zahlen! Immer wieder macht er auf weltweite Fehlentwicklungen aufmerksam und fordert die Politik zum Handeln auf. 2011 erläutert er, wie die steigenden und stark schwankenden Nahrungsmittelpreise die Ernährung vieler Menschen in Entwicklungsländern bedrohen. Denn durch die Nahrungsmittelpreiskrise sind seit Juni 2010 bereits zusätzlich 44 Millionen Menschen in die Armut getrieben worden. 

Auch für die verheerende Situation seit der Dürre in Ostafrika sind die hohen Preise für Nahrungsmittel mitverantwortlich. Die Bilder der Hungernden werden uns noch lange begleiten. Gemeinsam müssen wir nun daran arbeiten, die strukturellen Ursachen für Hunger zu bekämpfen und endgültig zu beseitigen. Und dazu braucht es solide Zahlen. 

Informieren

Newsletter

Mitmachen

Helfen

Deutsche
Welthungerhilfe e.V.

Sparkasse Köln Bonn
Konto: 1115
BLZ: 370 501 98

IBAN: DE15370501980000001115
BIC: COLSDE33

Online spenden

Sichere Spende

Transparenzpreis von PowerhouseCoopers DZI Spendensiegel